Freie Sicht voraus – Hoherodskopf | Vogelsberg

Freie Sicht voraus – Hoherodskopf | Vogelsberg

Wenn man mal wieder den Überblick gewinnen möchte, ist man am Hoherodskopf bei Schotten genau richtig. Am zweithöchsten Berg des Vogelsberg erwartet uns ein spektakulärer Blick, bei dunstfreiem Wetter sogar bis zur Frankfurter Skyline (die zum Glück ganz, ganz, ganz weit weg ist…).

Sind wir bald da?

Mit dem Auto sind es aus dem Rhein-Main-Gebiet gut 60km, d.h. etwa eine gute Stunde Fahrt. Mit ÖPNV geht es theoretisch auch, allerdings sollte man über 2 Stunden einkalkulieren.

Was machen wir hier?

Neuerdings als „Erlebnisberg“ tituliert, kann man sich am Hoherodskopf bestens animieren lassen – wenn man sich aber nur ein paar Meter von der Hauptaction entfernt, lässt sich die Natur auch „einfach so“ genießen.

Der erste Halt für die Kinder ist der in diesem Fall sehr weitläufige Spielplatz, und wie immer hätte der alleine schon als Ausflugsziel schon gereicht… Zeit, mir erst einmal einen Kaffee am Kiosk zu organisieren, den Ausblick zu genießen und den weiteren Tag zu planen.

Am Hoherodskopf bieten sich eine Menge (schul-)kinderfreundliche Aktivitäten: Neben dem großzügigen Spielplatz wären hier noch die Sommerrodelbahn, der Kletterwald, der Baumwipfelpfad (geht auch schon mit kleineren Kindern) zu erwähnen, außerdem noch Geocaching, Minigolf…  Wer die Natur lieber im Stillen genießen möchte, dem geben schön angelegte Erlebnispfade“ einen Einblick in die geologisch höchst interessante Vulkanvergangenheit des Vogelsbergs.

Ich entscheide mich für die kleinkindertaugliche „Naturspur„: Zwei Kilometer Rundwanderung sollte doch auch für die Zwerge möglich sein (der Ausgangspunkt am Infocenter ist etwas schlecht beschildert, daher an dieser Stelle folgender Hinweis: Wegweiser „weißer Kreis mit grünem Punkt“). Aber wie so oft sind Planungen mit Kleinkindern vergebens, denn schon von der ersten Naturspur-Station  der Basalt-Blockhalde, sind die Kinder erst nach einer kleinen Ewigkeit loszueisen. Klettern!!! Die große Tochter ist in ihrem Element und schon jetzt restlos vom Ausflug begeistert.

Es geht weiter bergab zum „Wiesehang“, wo die Mädels rennen und kugeln was das Zeug hält („Wandern ist ja so herrlich“) bis sie zwei wunderbare Kletterbäume entdeckten – noch mehr Klettern!!!. Und das ist dann – nach eindurcksvollen 700 Metern –  der etwas unerwartete Endpunkt unserer „Wanderung“, denn nach eigenen Aussagen wollen die beiden Damen hier „nie wieder weg“. So viel Spaß an der Natur wird dann auch mit einer flexiblen Mama belohnt.

Ich hab Hunger!

Wir haben uns ein Picknick mitgebracht, was sich hier auf der großen Wiese mit Panoramablick  regelrecht anbietet. Andererseits ist auch die Versorgung mit Restaurants mehr als gut (nichts getestet, machte aber alles einen soliden Eindruck – man reicht „hessisch-deftig“).

Können wir nicht hierbleiben?

Der Hoherodskopf ist ein gutes Ziel für ein Wochenend-Getaway: Ein Tag lässt sich hier mühelos zubringen, darüber hinaus gibt es  in der Nähe noch einen Tierpark und für Badewillige die Niddatalsperre. Schotten ist ein nettes Fachwerkstädtchen, das es sich ebenfalls zu besichtigen lohnt. Unterkommen kann man direkt am Hoherodskopf (s.u.) außerdem gibt es eine Jugendherberge, an der Niddatalsperre einen Campingplatz und in Schotten natürlich auch weitere Hotels. Wir übernachten diesmal nicht am Berg, sondern sind weiter gefahren bis zum Gederner See, aber das ist schon wieder eine andere Blogeintrag…

Das differenzierte Urteil der Kinder lautete: Toll! Ich hatte den Eindruck, dass sie die große Weite sehr genossen haben, das Klettern sowieso, und ich musste versprechen,  im Herbst wieder zu kommen. Dann mit Drachen, und womöglich testen wir im Winter den Skihang (es gibt tatsächlich zwei Lifte).

Auf einen Blick – Ausflug zum Hohehrodskopf

Adresse

Hoherodskopf-Infozentrum, Am Hoherodskopf, 63679 Schotten,Telefon  06044 / 966 9330
www.hoherodskopf-info.de, Mail hoherodskopf@tourist-schotten.de
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Öffnungszeiten

Infozentrum Mai-Oktober täglich von 10.00-17.00 Uhr, November-April von Montag- Freitag 11.00-17.00 Uhr, Sa., So. + Feiertage 10.00-17.00 Uhr

Anfahrt / ÖPNV
  • Parken: großer Parkplatz vor Ort, kann aber an Sonntagen schnell voll werden. Daher: Der frühe Vogel…
  • ÖPNV: RE bis Nidda, an Wochenenden im fährt von dort der „Vulkanexpress“ bis auf den Berg
Gastronomie & Übernachtung am Berg

Alle Angaben ohne Gewähr, bitte informiert Euch nochmal auf den genannten Internetseiten!

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  1. Pingback: Camping mit dem King – Gederner See / Wetterau | familie k unterwegs

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