Vom Pappeln und Puppen: Staatspark Wilhelmsbad | Hanau

Vom Pappeln und Puppen: Staatspark Wilhelmsbad | Hanau

Spontaner Ausflug in die Nachbarstadt Hanau, die erstaunlich idyllische Ecken hat. Im Staatspark Wilhemsbad wartet  ein wunderschöner englischer Landschaftspark und das Hessische Puppenmuseum  auf kleine Entdecker.

Sind wir bald da?

Ja, von FFM City sind es ca. 20 Minuten nach Wilhelmsbad  (je nach Verkehr auf der Hanauer Landstraße auch länger), mit dem ÖPNV ist man fast genau so schnell da (direkter RE-Verbindung ab Südbahnhof). Je nach Ausgangslage ist dies auch ein schönes Radziel.

Was machen wir hier?

Wilhelmsbad ist natürlich weit mehr als ein „bloßer Park“:  Im  ausgehenden 18. Jahrhundert legte Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel eine äußerst mondäne Kuranlage mit zahlreichen Attraktionen an: Pavillion hier, Pyramide da, eine künstliche Ruine (die die Gemächer des Prinzen beherbergten) neben dem See, Bach, Brücken, Aussichtsberg, Rehwiese, Tunnel…. Damit brachte Wilhelm einen der ersten englischen Landschaftsparks nach Deutschland. Technisches Highlight ist das historische Pferdekarussell aus dem Jahr 1780 – das älteste „feste“ Karussell der Welt.  Es wurde erst 2016 aufwendig renoviert, allerdings kann man nur zu ganz bestimmten Gelegenheiten damit fahren (einen Blick auf die Pferdchen gibt’s dennoch zu erhaschen). Im Park gibt es also an jeder Ecke etwas zu entdecken, zumal auch noch ein Spielplatz und eine Minigolfanlage warten.

Dazu kommen noch die stattlichen Kurhäuser bzw. der „Fürstenbau“ mit einem Komödienhaus und Tanzsaal. Heute beherbergen sie ein  kleines Infozentrum über Entstehung des Bads, Malereien über das einstige Parkvergnügen sowie einer Ausstellung über die einzigartige Technik des Karussells. Nebenan ist das Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum untergebracht: Dort kann man sich über die „kulturgeschichtliche Entwicklung der Puppen von der Antike bis zur Gegenwart“ informieren – sprich: Das Kinderleben vor Barbie & Co.

Ein Blick in den Veranstaltungskalender des Staatsparks lohnt sich – so gibt es verschiedene Feste auf dem Gelände, u.a. den Parktag, an dem alle Sehenswürdigkeiten geöffnet sind, am Wochenenden finden auch Führungen statt.

Verbinden lässt sich der Ausflug übrigens auch gut mit einer Radtour auf der Hohen Straße oder Schloss Philippsruhe.

Ich habe Hunger!

Das Puppenmuseum selbst hat ein kleines Café, in dem es aber eine sehr kleine Auswahl gibt. Wir hingegen haben heute großen Hunger und gehen in die Kleine Parkwirtschaft, ein Italiener direkt im Park (nach Brand leider nicht mehr im historischen Gebäude). Mit Pizza sind unsere Kinder immer zufrieden, ansonsten gibt es italienische Klassiker und ambitioniertere Gerichte. Das Essen ist sehr anständig und man sitzt lauschig im Innenhof.

Überblick: Ausflug zum Kurpark Wilhelmsbad in Hanau

Adresse

Parkpromenade 7, 63454 Hanau, Tel.: 06181  90 65 090, Homepage

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Anfahrt
  • Auto: Ab FFM City knapp 20 km, z.B.  über die Hanauer Landstraße / A66. Parkplätze vor Ort.
  • ÖPNV: Ab Frankfurt Süd RE Richtung Aschaffenburg, ca. 15 Minuten bis Bahnhof Wilhelmsbad; alternativ auch RE Richtung Fulda bis Hanau Hauptbahnhof, dort in Bus Nr. 1 bis Hanau Wilhelmsbad Bahnhof.
Öffnungszeiten
  • Der Park ist durchgehend zugänglich und kostet keinen Eintritt.
  • Info-Zentrum im Fürstenbau:  April – Oktober Sa. 13-17 Uhr,  So. 13- 18 Uhr,  Eintritt frei. Führungen durch die Wohnräume des Erbprinzen in der Ruine regelmäßig an den Wochenenden (siehe Homepage)
  • Hessisches Puppenmuseum: Di bis Fr 10-12 Uhr + 14 bis 17 Uhr, Sa/So/ Feiertage 10 bis 17 Uhr, Familienticket 7 €. Mehr Infos auf der Homepage.
  • Karussell: Nur zu bestimmten Gelegenheiten. Alle Termine auf der Homepage des Fördervereins.
Alle Angaben Stand Mai 2017, aktuelle Infos gibt es auf  den genannten Homepages.

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