O schaurig ist’s übers Moor zu gehn – Schwarzes Moor / Rhön

O schaurig ist’s übers Moor zu gehn – Schwarzes Moor / Rhön

Endlich wieder ein Post – diesmal waren wir für ein langes Wochenende in der Rhön und haben genug erlebt für eine kleine Serie. Wir starten mit dem Schwarzen Moor, das sich schauriger anhört, als es ist.

Sind wir bald da?

In die Rhön sind  vom Rhein-Main-Gebiet aus etwa 1,5 Stunden. Bis Fulda kommt man bequem über die Autobahn hin, danach führt die Landstraße durch die hügelige Landschaft bis zur Info-Stelle Schwarzes Moor mit einem großen Wanderparkplatz. Mit dem ÖPNV sollte es möglich sein, s.u. – bis Fulda kommt man gut mit dem Regionalexpress, dann sind am Wochenende verschiedene Wanderbusse unterwegs.

Was machen wir hier?

Über Bohlenpfad durch eine äußerst abwechslungsreiche Landschaft spazieren – das finden die Kinder  lustig. Der Rundweg ist etwa 2,5 km lang. Damit man auch was lernt, ist das Moor pädagogisch mit zahlreichen Infotafeln (auch eigene für Kinder) erschlossen. Schon an der ersten Station ist ein Wasserloch – ja kann es für Fünfjährige was Schöneres geben???

Das empfindliche Ökosystem steht seit 1939 unter Naturschutz und ist wirklich eine sehr besondere und überraschend abwechslungsreiche Landschaft. Birkenwälder, Heidewiesen, Moorlöcher, „Steppen“-Landschaft und dann noch ein Aussichtsturm – eigentlich kommt an jeder Ecke etwas anderes.

Es gibt zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, besonders der Hinweis auf Kreuzottern sorgte aus Kindersicht für einen gewissen „Thrill“ bei der Wanderung. Der ganze Weg durch das Moor dauerte etwa 60 Minuten (wir haben mit den Kindern und viel Gucken ca. 1,5 Stunden gebraucht). Der Weg ist dank der Bohlen kinderwagentauglich. Weitere Infos zum Naturlehrpfad hier.

Hinter der Info-Stelle am Parkplatz ist übrigens ein sehr schöner Naturspielplatz, von dem unsere Kinder gar nicht mehr weg zu bekommen waren.

ausflug_schwarzes_Moor_IMG_3255

Da wir uns hier im ehemaligen Zonenrandgebiet befinden, kann man von hier aus auch eine historisch interessante Tour zur ehemaligen innerdeutschen Grenze machen. Wir haben das nicht mehr geschafft (der Spielplatz…), aber es lohnt sich bestimmt, wird es doch als „Museumsgrenze“ tituliert.

Außerdem ist hier ein Wanderknotenpunkt, d.h. von hier aus lassen sich etliche Touren durch die wirklich wunderschöne Hochrhön laufen.

Weitere Aktivitäten in der Nähe sind z.B. das Freilichtmuseum Fladungen (7 Minuten mit dem Auto) oder die Wasserkuppe (20 Minuten Mit dem Auto) oder der Naturlehrpfad Gangolfsberg.

Ich habe Hunger!

Ich hoffe, Ihr mögt Bratwurst, denn an der Infostelle  ist ein 1a-Spitzen-Bratwurst-Stand / Café – der „Treffpunkt Schwarzes Moor“. Alternativ gibt es noch Kartoffelsalat,  Suppe, Kuchen oder Bauernhof-Eis. Mehr nicht – alles in bester Qualität (ok, der Kaffee hat noch Potenzial…). Das Motto lautet übrigens „Hätt Adam unsere Wurst besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen“ – könnt was dran sein (HINWEIS: die Aktualisierung ergab, dass der Treffpunkt derzeit geschlossen hat und im April 2020 wieder eröffnet).

Ansonsten ist in der Nähe ein Hotel mit Restaurant: Der Berggasthof Sennhütte liegt mitten in der Natur und hat vermutlich kulinarisch mehr im Angebot. Sind nur ein paar Meter vom Info-Zentrum.

Alle Infos zum Ausflug ins Schwarze Moor im Überblick:

Adresse: Infostelle Schwarzes Moor, Schwarzes Moor 1, 97650 Fladungen, großer Wanderparkplatz vor Ort.
Auf Googlemaps anschauen

Anreise-Auto: Mit dem Auto ist es gut ausgeschildert, die Adresse bzw. den Wanderparkplatz sollte auch jedes Navi finden.

Anreise-ÖPNV: Mit dem ÖPNV sollte es gehen, denn es ist eine Haltestelle direkt vor Ort („Schwarzes Moor / Dreiländereck“). Ich habe aber nicht wirklch rausgefunden welcher Bus dort hält. Bis Fulda kommt man jedenfalls vom Rhein-Main-Gebiet mit dem Regionalexpress relativ einfach. Von dort aus fahren entweder Busse oder ein weiterer Regionlzug tief in die Rhön und klappern dabei am Wochenende auch die Hochrhönstraße ab. Kurzum: Bei der Infostelle anrufen, die sollten einem Auskunft geben können.

Öffnungszeiten: Das Schwarze Moor ist von Mai bis Oktober geöffnet und kostet keinen Eintritt.

Alle Angaben ohne Gewähr – besucht August 2016, aktualisiert Februar 2020